Investieren mit geliehenem Geld




"Borgen bringt Sorgen" - sagt ein altes Sprichwort, das man sicher nicht einfach mit einer Handbewegung vom Tisch wischen kann. Doch die Zeiten haben sich geändert. Gäbe es heute keine Möglichkeit mehr Geld zu borgen, Kredite aufzunehmen, Waren und Produkte zu Leasen, Abzahlungsgeschäfte zu tätigen usw., würde unsere Wirtschaft wohl mehr oder weniger zusammenbrechen.

Manch einer geht schweren Herzens zu seiner Bank, um den dortigen Kreditbeauftragten um die Bewilligung eines Darlehens zu bitten. Dabei ist der an der einen Seite der Tische sitzende Kunde genauso ein Geschäftspartner, wie der hinter dem Tisch sitzende Beauftragte der Bank. Halten wir uns einmal folgendes vor Augen: eine Bank ist doch im Grunde nichts anderes als ein Unternehmen wie andere auch. Es lebt vom Kauf und Verkauf. Seine Ware ist Geld, das von den Anlegern gegen billige Zinsen "eingekauft" oder genauer gesagt geliehen wird, um es gegen teure Zinsen wieder zu "verkaufen" bzw. zu verleihen. Von dieser Gewinnspanne lebt das Bankgewerbe. Würde ein Geldinstitut zwar viel Einlegerkapital haben, aber keine Möglichkeit bekommen dieses Geld gewinnbringend wieder zu verleihen, müßte es bald seinen Betrieb einstellen. Nicht die Sparer bringen den Umsatz, sondern die Kreditnehmer.

So gesehen tut man den Kreditunternehmen mit der Inanspruchnahme angebotener Darlehen einen Gefallen. Je seriöser und pünktlicher man seine Verpflichtungen dann erfüllt, desto lieber werden die Banken einem das Geld aufdrängen.

Was nun für die Banken gilt, hat auch für die Börse seine Berechtigung. Falls Sie sich über die Auf- oder Abwärtsentwicklung einer Aktie im Klaren zu sein glauben, können Sie bis zu einem gewissen Kreditrahmen auch Wertpapiere auf Kredit kaufen und für Sie arbeiten lassen. Sofern die Sache positiv verläuft - und darauf hoffen alle Spekulanten - machen Sie auf diese Weise mit geliehenem Geld bereits Gewinne, bevor Sie Ihre Verpflichtungen begleichen müssen.

Darauf beruht beispielsweise ganz besonders das Geschäft mit der Baisse- Spekulation. Baisse bezeichnet man den Abwärtstrend einer Aktie, während die "Hausse" einen Schub nach oben bedeutet. Vereinfacht ausgedrückt geht es bei der Baisse- Spekulation oder dem sogenannten "Leerverkauf" darum, eine Aktie bereits wieder zu verkaufen, obwohl man sie selbst noch gar nicht besitzt. Der Gewinn resultiert aus der bis zu einem festgesetzten Zeitpunkt erfolgenden Lieferung per Tageskurs in der Hoffnung, daß dieser Kurs beim Erhalt der Aktie weiter gefallen ist. Wird also ein Papier beispielsweise für 100 EUR verkauft und in der Zeit bis zur tatsächlichen Lieferung fällt die Aktie auf 90 EUR (die man selbst dann auch nur dafür zu entrichten hat), springt ein Gewinn von 10 EUR heraus.

Steigt bei diesem Geschäft der Wert der Aktie, macht man einen entsprechend hohen Verlust.

Abgesehen davon, daß solche Termingeschäfte aber zum größten Teil an der deutschen Börse (noch) nicht zugelassen sind, müssen Sie meistens ihre Kreditwürdigkeit gegenüber den ausführenden Brokern (Vermittlern) erst einmal nachweisen. Hierfür genügt entweder ein dickes Bankkonto oder der Nachweis für ein sattes Aktienpaket, das im Falle eines Verlustes zu Gunsten des Kreditgebers veräußert werden kann.

Also risikoreich ist das Investieren und gar Spekulieren mit geliehenem Geld allemal. Aus den USA kommt ein Plan für besonders risikofreudige Anleger, die sich mit geborgtem Geld sogar zum Millionär hochwuchten wollen. Der Plan ist zunächst auf Amerikanische Verhältnisse abgestimmt, kann aber abgewandelt ohne Weiteres auch mit europäischen Maßstäben gemessen und angewendet werden. Voraussetzung für das Funktionieren des Plans ist eine möglichst länger anhaltende Hausse, d. h. positive Entwicklung am internationalen Rentenmarkt.

Für den Anfang brauchen Sie 5.000 $, die Sie sich der Einfachheit halber erst einmal bei Ihrer Bank leihen oder per Kreditkartendarlehen beschaffen.

Eröffnen Sie nun in Kanada ein Brokerkonto auf Ihren Namen und schicken dafür einen Scheck über 5.000 $. Am gleichen Tag eröffnen Sie bei einem Broker in Ihrer Stadt (in den USA) ein zweites Konto ohne Einlagen.

Jetzt kaufen Sie über Ihren US- Broker (bzw. deutschen Agenten) für 5.000 $ (die Sie ja geliehen hatten) neue Bonds (Schuldverschreibungen) mit der Auflage, daß diese Ihrem kanadischen Broker als Zahlungsausgleich geschickt werden müssen.

Die Ausführung dieses Auftrags dürfte etwa 5 bis 6 Wochen in Anspruch nehmen, während der die erworbenen Bonds bereits Zinsen bringen.

Auf diese Weise lassen sich per Kreislauf die Kauf- und Weitergabeaufträge so ausdehnen, dass Sie bald für bis zu 100.000 $ Bonds im Umlauf haben. Wenn die ersten Bonds im Werte von 5.000 $ ankommen, schreibt der kanadische Broker Ihrem Konto die Papiere gut, auf das sie dort weiter Zinsen bringen. Bezogen auf dieses Guthaben kaufen Sie über Ihren US- Broker wieder neue Bonds in Stückelungen zu je 1.000 $ und Einheiten von 5.000 $ per Scheck ein und setzen diese Papiere erneut nach Kanada in Marsch. Da das ebenfalls wieder 5 bis 6 Wochen in Anspruch nimmt, erhalten Sie bereits für nunmehr Bonds im Werte von 10.000 $ Zinsen.

Nachdem die zweite Lieferung Bonds zum Ausgleich Ihres Schecks in Kanada ankam, kauft Ihr US- Broker für Sie bereits die dritten Anleihen im Werte von 5.000 $ und schickt sie nach Kanada. Doch nun erweitern Sie die Spekulation und beauftragen Ihren kanadischen Broker nach Erhalt der dritten Sendung die ersten Papiere in Ihrem Auftrag zu verkaufen. Mit dem Erlös wird die dritte Bond- Lieferung bezahlt usw.. Daraus ergibt sich nach und nach eine Profitlawine, die sich dann um so schneller vergrößert, wenn die Bonds zusätzlich noch im Wert gestiegen sind. Technisch würde das bedeuten: Wenn die Auslieferung der ersten 5.000 $- Bonds 60 Tage in Anspruch nimmt, macht das bei einer 8%- Anleihe 67 $ Zinsen aus. Steigen die Papiere dann noch im Wert, kommen bei einem Verkauf außerdem 200 bis 500 $ hinzu.

Sofern Sie konvertierbare Bonds mit einer bis zu 6 Monate befristeten Option auf das Ausgabedatum hinzunehmen, können Sie noch einmal extra spekulieren. Mit dem hier aufgezeigten System kontrollieren Sie dann sehr bald 8%- Anleihen im Werte von 500.000 $ mit 40.000 $ Zinsen zuzüglich des späteren Verkaufserlöses. Davon lassen sich die geliehenen 5.000 $ dann spielend leicht zurückzahlen. Wichtig bei dieser Prozedur ist, daß Sie ihre Papiere verkaufen bevor Sie dafür bezahlen.

Wie gesagt, dieses System, mit dem man Geld macht, bevor man für den in Anspruch genommenen Kredit zahlt, ist zunächst einmal auf amerikanische Verhältnisse bezogen. Ähnliche Geschäfte lassen sich aber auch zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Schweiz oder Luxemburg nachvollziehen. Welche Möglichkeiten es da gibt, wurde bereits in einem anderen Report in ausführlicher Weise beschrieben (siehe: Kapitaltricks - und wie sie funktionieren). Ebenso ist an anderer Stelle über Kredite gesprochen worden, die sich durch die Inanspruchnahme der verschiedenen angebotenen Kreditkarten im In- und Ausland zinslos aufnehmen lassen. Für alle diejenigen, die die Grundzüge des Kreditkartendarlehens kennen lernen möchten, sei auf der nächsten Seite zusammenfassend dargelegt, auf welche Weise man sich Kreditkarten verschafft und dadurch auf legale Weise größere Darlehensbeträge in Anspruch nimmt.

Die Praktiken sind von den Kreditkarten- Herausgebern nicht nur gebilligt, sondern werden aus nicht ganz uneigennützigen Gründen sogar werbemäßig herausgestellt. So bietet VISA - in Zusammenarbeit mit der "City- Bank" (vormals KKB) verbilligte Einstiegspreise an.

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